Im Unterschied zu der Handreichung des Ministeriums ist das Förderkonzept der Schlossbachschule linear, d.h. zeitlich an der Entwicklung der Kinder orientiert, und beginnt bereits mit dem Elternabend für die Eltern der Vierjährigen, d.h. in enger Zusammenarbeit mit den Kindergärten schon 2 Jahre vor der Einschulung.
Dabei nimmt die Zusammenarbeit mit den Kindergärten eine wichtige Rolle ein, denn die Beratung der Eltern kann nur sinnvoll gelingen, wenn überzeugende, gemeinsame Konzepte geboten werden.
Mit der Anmeldung zur Einschulung beginnt die systematische Begleitung aller Schulkinder unter dem Gesichtspunkt der individuellen Förderung und der Lernstandsdiagnostik:
1. Kollegiumsinterne Fortbildung der Lehrer/innen, die eine erste Klasse übernehmen
Die Klassenlehrerinnen führen danach innerhalb der ersten 10 Schulwochen bei allen Kindern eine entsprechende Lernausgangsdiagnostik durch, die folgenden Aspekte berücksichtigt:
emotionale Lage, soziale Kompetenzen, allgemeines Lernverhalten von Schulanfängern wie: Aufmerksamkeit, Motivation, Anstrengungsbereitschaft, Durchhaltevermögen, Ausdauer, Attribution, Sprachverständnis, Sprechen, Wahrnehmung, Anweisungsverständnis, Motorik, Merkfähigkeit, Arbeitsorganisation
Entwicklung der Feinmotorik, Stifthaltung, Einhaltung der Grenzen, phonologische Bewusstheit, Phonem-Graphem-Zuordnung und umgekehrt, zählen, Mengenrepräsentanz, Mengenvarianz, Klassifikation...
Die Kolleginnen lernen im Team Beobachtungskategorien kennen und legen sich Beobachtungsbögen für die einzelnen Kinder an.
2. Förderdiagnostik auf der Grundlage der systemisch konstruktivistischen Theorie, die das Lernen als einen aktiven, selbstgesteuerten Prozess betrachtet, der auf bereits entwickelte Strukturen aufbaut, (Wering 2002), durch die Klassenlehrerin:
3. Die genuinen diagnostischen Zugänge von Lehrerinnen/Lehrern zum Kind
4. Eine Kollegin, die sich hierfür weitergebildet hat, bietet in Form kollegialer Hilfe die Überprüfung eines individuellen Förderbedarfs über die Beobachtungen des Klassenlehrers hinausgehend an:
In den Stufenteams wird bereits in allen Klassenstufen an parallelen Screenings zur Lernstandsmessung gearbeitet, um diagnoseorientiert beobachten und fördern zu können.
Für die 1. und 2. Klasse liegen schon Ergebnisse vor, die an die nächsten Kollegen zur Überprüfung weitergegeben werden können.
Diese Arbeit sollte aber noch weiter vertieft und vor allem standardisiert werden.
Darüber hinaus wird die Schule von Frau Eulenbruch vom schulpsychologischen Dienst der Stadt Bonn in ihrer Arbeit sehr unterstützt.