Web-Tipps/Medien

Sinnvoller Medieneinsatz in Unterricht und Freizeit - die richtigen Web-Tipps für Groß und Klein gibt es in der Infothek.

» mehr

Guter Unterricht

Er bemisst sich nach dem gemeinsamen Urteil der Lehrer, der Schüler und der Eltern daran, dass mit Freude, Engagement, Interesse und Erfolg anstrengungsbereit gelernt wird.

» mehr

Lernstandsdiagnostik

Im Unterschied zu der Handreichung des Ministeriums ist das Förderkonzept der Schlossbachschule linear, d.h. zeitlich an der Entwicklung der Kinder orientiert, und beginnt bereits mit dem Elternabend für die Eltern der Vierjährigen, d.h. in enger Zusammenarbeit mit den Kindergärten schon 2 Jahre vor der Einschulung.

Dabei nimmt die Zusammenarbeit mit den Kindergärten eine wichtige Rolle ein, denn die Beratung der Eltern kann nur sinnvoll gelingen, wenn überzeugende, gemeinsame Konzepte geboten werden.

  • 2 Treffen zwischen Schule und Kindergarten im Jahr „Arbeitskreis unsere Kinder“
  • Eine gemeinsame Fortbildung im Jahr
  • Kontinuierlicher Austausch über die Kinder, besonders in der Phase der Anmeldungen und unmittelbar nach Schulaufnahme
  • Gemeinsame Beratung der Eltern bei Schulanmeldung auf Antrag
  • Testung der Antrags-Kinder erst im Frühjahr, diskret, im Kindergarten
  • Austausch zu Fragen der vorschulischen Sprachförderung deutscher und ausländischer Kinder
  • Gemeinsame Darstellung des Schulfähigkeitsprofils und der daraus resultierenden Fördermaßnahmen für die Vorschulkinder in einem Elternabend für alle 4 Kindergärten

Mit der Anmeldung zur Einschulung beginnt die systematische Begleitung aller Schulkinder unter dem Gesichtspunkt der individuellen Förderung und der Lernstandsdiagnostik:

  • Standardisiertes Aufnahmegespräch mit den Eltern zur Erfassung der frühkindlichen Entwicklung und Besonderheiten bei der Entwicklung
  • Standardisierte Eingangsuntersuchung nach Holger Probst zur Erfassung der wesentlichen Vorläuferkompetenzen für Lesen, Schreiben und  Mathematik, sowie der Arbeitshaltung und der Sozialkompetenz der Kinder
  • Schriftliche Rückmeldung an die Eltern und den Kindergarten, wenn eine Förderbedarf vermutet wird
  • Ggf. Anstoß der Eltern zu kinderärztlicher, logopädischer, ergotherapeutischer oder psychologischer Unterstützung der Kinder in Absprache mit den Kindergärten
  • Beratung bei Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung
  • Kontaktaufnahme mit den Gesundheitsamt zur Validierung unserer Beobachtungen
  • Standardisierte Absprache mit allen Kindergärten über jedes Kind im Mai vor Schulbeginn und vor der Klassenbildung

Mit der Einschulung wird die Lernstandsdiagnostik auf unterschiedlichen Ebenen praktiziert

1. Kollegiumsinterne Fortbildung der Lehrer/innen, die eine erste Klasse übernehmen

  • Sensibilisierung der Kolleginnen für die wesentlichen allgemeinen Aspekte des Lern- und Leistungsverhaltens von Schulanfängern
  • Sensibilisierung der Kolleginnen für die wesentlichen Vorläuferfertigkeiten für das Erlernen des Lesens, Schreibens und der Mathematik
  • Kennenlernen von standardisierten und nicht standardisierten Diagnoseinstrumenten
  • Lernprozessbegleitende Diagnostik ab November in Abständen im Team

Die Klassenlehrerinnen führen  danach innerhalb der ersten 10 Schulwochen bei allen Kindern eine entsprechende Lernausgangsdiagnostik durch, die folgenden Aspekte berücksichtigt:

emotionale Lage, soziale Kompetenzen, allgemeines Lernverhalten von Schulanfängern wie: Aufmerksamkeit, Motivation, Anstrengungsbereitschaft, Durchhaltevermögen, Ausdauer, Attribution, Sprachverständnis, Sprechen, Wahrnehmung, Anweisungsverständnis, Motorik, Merkfähigkeit, Arbeitsorganisation

Entwicklung der Feinmotorik, Stifthaltung, Einhaltung der Grenzen, phonologische Bewusstheit, Phonem-Graphem-Zuordnung und umgekehrt, zählen, Mengenrepräsentanz, Mengenvarianz, Klassifikation...

Die Kolleginnen lernen im Team Beobachtungskategorien kennen und legen sich Beobachtungsbögen für die einzelnen Kinder an.

 2. Förderdiagnostik auf der Grundlage der systemisch konstruktivistischen Theorie, die das Lernen als einen aktiven, selbstgesteuerten Prozess betrachtet, der auf bereits entwickelte Strukturen aufbaut,  (Wering 2002),  durch die Klassenlehrerin: 

  • Systematische Beobachtung und informelle Prüfverfahren der Lehrerin/des Lehrers
  • Standardisierte, kompetenzorientierte Prüfverfahren
  • Standardisierte, didaktisch-fachbezogene Prüfverfahren 

3. Die genuinen diagnostischen Zugänge von Lehrerinnen/Lehrern zum Kind 

  • Beobachtung im pädagogischen Feld
  • Metakommunikation über Lernprozesse (Wie hast du die Aufgabe gelöst?)
  • Gespräche über Gefühle, die Motivation...
  • Elterngespräche, Hausbesuche
  • Arbeitsproben, Screenings,
  • Portfolio (Entwicklungsdokumentation – Materialsammlung

4. Eine Kollegin, die sich hierfür weitergebildet hat, bietet  in Form kollegialer Hilfe die Überprüfung eines individuellen Förderbedarfs über die Beobachtungen des Klassenlehrers hinausgehend an:

  • Einzeldiagnostik von Schülern auf Anfrage durch den Klassenlehrer
  • Hilfestellung bei der Erstellung eines Förderplans
  • Kontrolle der Wirksamkeit des Fördermaßnahmen
  • Elternberatung

In den Stufenteams wird bereits in allen Klassenstufen an parallelen Screenings zur Lernstandsmessung gearbeitet, um diagnoseorientiert beobachten und fördern zu können.

Für die 1. und 2. Klasse liegen schon Ergebnisse vor, die an die nächsten Kollegen zur Überprüfung weitergegeben werden können.

Diese Arbeit sollte aber noch weiter vertieft und vor allem standardisiert werden.

Darüber hinaus wird die Schule von Frau Eulenbruch vom schulpsychologischen Dienst der Stadt Bonn in ihrer Arbeit sehr unterstützt.